Kreative Ideen in Zeiten von Corona für Homeoffice und Privatleben

17 kreative Ideen in Zeiten von Corona – für Homeoffice und Privatleben (Teil 1)

Wegen des Corona COVID-19-Virus’ steht bei vielen von uns das Leben Kopf: neue Lebens- und Arbeitsumstände, Existenzängste, Doppelbelastung durch Arbeit und Kinderbetreuung, Einsamkeit, Sorge um die eigene Gesundheit oder liebe Menschen. Das innerliche und äußerliche Chaos im Griff zu behalten, kann persönlich sehr fordernd sein.

Trotzdem können wir das Beste daraus machen: Ich habe 17 kreative Ideen für dich zusammengestellt, die zeigen, wie das gelingen kann. Dies die ersten acht von ihnen, den zweiten Teil meines Artikels findest du hier.

Wie wir Corona-Zeit zu Produktivzeit machen können

In Wochen, in denen viel Orientierung von außen wegfällt, gewinnt jene Orientierung, die wir uns selbst geben können, immens an Bedeutung. So kann diese Zeit trotz ihrer Schwere auch Positives und Freiheiten mit sich bringen: in dieser besonderen Zeit können wir über uns und unsere Beziehungen, aber auch über unsere Zukunft reflektieren und dadurch unsere eigenen Bedürfnisse besser kennenlernen, und zwar losgelöst von äußeren Strukturen. Dabei spielt die Struktur, die du dir selbst gibst, die entscheidende Rolle.

Jetzt ist eine gute Zeit, um dich selbst noch besser kennenzulernen und mehr Klarheit zu entwickeln über:

  • Deine Bedürfnisse: Was brauchst du?
  • Deine Ziele und Sinn: Wer willst du sein?
  • Dein Wachstum: Was willst du lernen?

Das lässt sich auf deine Partnerschaft, deine Familie und dein Team übertragen:

  • Was braucht ihr als Team?
  • Was sind eure Ziele und Meilensteine kurz-, mittel- und langfristig?
  • Was könnt ihr in dieser besonderen Zeit lernen?

 

17 Ideen als Inspiration zur Gestaltung deines Corona-Alltags

Folgende Ideen habe ich in den letzten Wochen gemeinsam mit meinem Team und im Austausch mit anderen entwickelt. Wenn du weitere Tipps hast, schreib mir gern eine E-Mail oder trage sie hier in dieses offene Dokument ein.

 

1. Listen anfertigen für eine Tages-, Wochen- und Monatsstruktur

Ich strukturiere meinen Tag, meine Woche und meinen Monat mit Listen.

  • Gewünschte Ergebnisse sammeln: Was möchte ich heute, diese Woche, diesen Monat erreichen?
  • Traum-Listen anfertigen: Was würde ich unglaublich gerne tun – auch wenn es vielleicht erst in der Zukunft möglich sein wird?

Diese Listen sind Sammelorte, die ich dann wiederum in eine Planung übertrage (siehe Punkt 2). Die Arbeit mit Listen hilft mir vor allem auch dabei, Ideen auszuspeichern und Klarheit zu gewinnen.

Übrigens zu der Methode, mit der ich für mein Selbstmanagement arbeite, habe ich einen Kompaktkurs entwickelt. Hier mehr kannst du mehr darüber erfahren.

Arbeitsplatz in Zeiten von Corona

2. Tages- und Stundenpläne anfertigen

Die in Punkt 1 gesammelten Punkte übertrage ich in eine konkrete Planung meines Tages. Neben den wichtigsten Terminen stehen die Aufgaben für meinen Tag mit klaren Timeslots in diesem Tagesplan. Das gibt meinem Tag vor allem auch im Homeoffice Struktur.

Mit Kindern kann es auch gut funktionieren, Stunden- beziehungsweise Tagespläne zu entwickeln. In ihrer „Arbeitskultur“ sind Stundenpläne schließlich allgegenwärtig. Die Liste (siehe Punkt 1 oben) kann als Grundlage verwendet werden, um gemeinsam einen Plan für den Tag festzulegen. Wenn er festgelegt ist, halten sich alle an die Struktur, es muss nicht alles neu verhandelt werden. Das lässt sich auch auf das Team, die Partnerschaft oder eine WG übertragen.

Der Effekt: Wir einigen uns gemeinsam und legen gemeinsam Regeln fest, die uns Struktur geben. Durch die Struktur gewinnen wir die Freiheit, uns fokussieren zu können und innerhalb der Time-Slots (z.B. während des Feierabends, der Mittagspause oder der Spielzeit) können neue Freiräume entstehen.

 

3. Meilensteine festlegen und Termine planen

Vor allem wenn das gesamte Team im Homeoffice arbeitet, können feste Termine (zum Beispiel Verabredungen zur Videokonferenz) dem Tag Struktur geben. Ideen für Meilensteine oder Termine:

  • Stand-Up am Morgen – kurze Abstimmung im Team (15 Min): Was ist für heute geplant? Wo gibt es Abstimmungsbedarf?
  • Check-Out am Abend – kurze Abstimmung im Team: Wie ist der Tag gelaufen? Welche Ergebnisse habe ich erreicht?
  • Den Feierabend klar kommunizieren: Ab wann bin ich abends nicht mehr zu erreichen? Diese Zeiten klar kommunizieren und für mich selbst konsequent einhalten: Denn jede*r braucht Pausen und Abstand.
  • Co-Working-Zeiten: Zeiten am Tag, an denen wir uns im Team zur Videokonferenz treffen – ohne Agenda. Wir arbeiten parallel während die Videokonferenz läuft. Hat jemand eine Frage oder Austauschbedarf, kann er*sie sie kurz stellen. So wie wir ja im Büro auch am Schreibtisch sprechen.
  • Verabredungen zum virtuellen Lunch: Gemeinsames Mittagessen – nur eben in einer Videokonferenz.
  • Virtuelles Kaffeetrinken: Treffen per Video ohne klare Agenda, einfach zum Gedankenaustausch.

Tipp für ein bisschen Abwechslung zur Mittagszeit: Während der Corona-Zeit biete ich einen virtuellen Working-Lunch bei Instagram an. Werktags um 12.30 Uhr treffen wir uns live bei Instagram und verbringen die Mittagspause zusammen. Folge mir hier bei Instagram @veramariestrauch und komm einfach dazu!

4. Ergebnisse festlegen und feiern

Die Tagesplanung (siehe Punkt 2 oben) gibt die Möglichkeit, Punkte abzuhaken und als erledigt zu kennzeichnen. Das kann kleine Erfolgserlebnisse im Alltag schaffen. Diese Erfolge kannst du für dich und auch gemeinsam im Team bewusst feiern. Das hält die Motivation hoch und führt dazu, dass der Spaß nicht zu kurz kommt.

  • Check-Out-Termin am Abend nutzen: Jede*r bringt sein*ihr Erfolgserlebnis des Tages mit – egal wie groß oder klein.
  • Tune of the Day: Reihum bringt jede*r im Team einen Song des Tages mit und spielt ihn während der Konferenz vor. Nicht jedes Team ist an dem Punkt, voreinander in der Videokonferenz zu tanzen – aber warum eigentlich nicht?
  • Feierabend feiern: Sich bewusst etwas Schönes für den Feierabend vorzunehmen, kann dabei helfen, wirklich abzuschalten. Auch dabei kann eine Liste helfen: Was wollte ich immer schon mal machen? Was entspannt mich besonders? Wo schalte ich am besten ab? Ideen sind beispielsweise das Lieblingsessen kochen, Musik hören, Sport treiben, Lieblingsfilme sehen, Freunde (virtuell) treffen.

Mehr Tipps zur Remote-Arbeit im Team erfährst du hier.

 

5. Bewusst physische und digitale Räume schaffen und gestalten

Mit Klarheit und Achtsamkeit deine Umfelder zu gestalten, kann ein Gamechanger sein. Darum geht es übrigens auch in meinem Female Leadership Programm – einem digitalen Entwicklungsprogramm für dein berufliches und persönliches Wachstum. Mehr erfährst du hier.

  • Zusammenarbeit proaktiv weiterentwickeln: Die aktuelle Ausnahmesituation ist eine gute Gelegenheit die Art der Zusammenarbeit proaktiv zu gestalten: Was brauchst ich und was braucht das Team? Welche Verhaltensmuster und Routinen dienen uns nicht mehr? Welche wollen wir beibehalten?
  • Den digitalen Raum gestalten: Was brauchen wir als Team, um im digitalen Raum gut zusammenarbeiten zu können? Welche Meetings braucht es? Wo braucht es eine klare Agenda? Sind allen die Ziele der Meetings bekannt? Braucht es Kommunikationsregeln für den digitalen Raum? Diese Fragen könnt ihr auch im Team besprechen. Mehr Tipps zum Thema Meetings gibt es hier und im Podcast hier.
  • Das physische Umfeld einrichten: Was brauche ich in meinem Umfeld, um gut arbeiten und leben zu können? Braucht es eine klare Trennung von Arbeit und Privatleben – auch in der Wohnung? Ist der Schreibtisch ordentlich, hell, bequem genug? Bin ich technisch gut ausgestattet?

Unser Umfeld umfasst nicht nur die physischen sondern auch die digitalen Räume, in denen wir uns bewegen. Wir können diese Räume bewusst und achtsam gestalten und so die Ergebnisse grundlegend beeinflussen.

 

6. Respekt und Disziplin können Erfüllung und Freiheit fördern

Es klingt so hart, ist allerdings ein sehr schönes Learning, das ich in den letzten Jahren regelmäßiger Homeoffice-Arbeit gemacht habe: Disziplin und klare Regeln bringen Freiheit und Leichtigkeit.

  • Klare Arbeitszeiten bringen klare Freizeit mit sich. Disziplin während der Arbeitszeit führt dazu, dass ich meine Freizeit umso freier gestalten kann. Statt Aufgaben den ganzen Tag vor mir herzuschieben, um sie dann abends spät während des Feierabends zu erledigen, kümmere ich mich lieber gleich während der Arbeitszeit darum.
  • Ein ordentliches, schönes Umfeld versüßt mir den Alltag. Statt in Schlabberkleidung in einem unordentlichen, improvisierten Arbeitszimmer zu sitzen, räume ich auf und ziehe mich an – so wie ich es auch im Büro tun würde.
  • Videokonferenzen für soziale Anbindung: Soziale Kontakte sind Teil eines erfüllten Lebens. Vor allem, wenn sie – wie es zurzeit der Fall ist – gezwungener Maßen reduziert werden, tun Video-Calls sehr gut. Sie schaffen Verbindlichkeit. Da ist jemand, den es interessiert, wie es mir geht und woran ich arbeite.

Klare Grenzen können viel Freiheit bringen.

In Zeiten von Corona müssen Homeoffice und Privatleben neu organisiert werden

 

7. Ordnung schaffen und halten

Jetzt ist die Zeit zum Aufräumen. Statt immer wieder im Kleinen auszumisten und auszusortieren kann es sich lohnen, in alle Lebensbereiche Schritt für Schritt grundlegend Ordnung zu bringen. Und ein System zu entwickeln, dass diese Ordnung nachhaltig beibehält.

  • Aufräumen mit System: Kategorie für Kategorie alles auf einen großen Haufen werfen und rigoros ausmisten. Mehr dazu erfährst du in  Episode 95: Aufräumen – Wie du Ordnung schaffst und den Überblick behältst im Female Leadership Podcast.
  • Ordnung im digitalen Raum halten: Auch Ablagesysteme, Shared Folder, Dateien, E-Mails und Co. verdienen Ordnung und Klarheit. Vor allem, wenn ich mit anderen gemeinsam in diesen digitalen Räumen arbeite, braucht es Klarheit und Durchblick. Aber auch mit meinen persönlichen E-Mails beispielsweise versuche ich so diszipliniert wie möglich fortlaufend Ordnung zu halten.

Die Ordnung im Außen hat Einfluss auf die Ordnung im Innen. Gerade, wenn wir uns mehr Struktur im Alltag wünschen, ist das äußere Umfeld ein wichtiger Aspekt, der Beachtung verdient.

 

8. An sich selber arbeiten

Jetzt ist die Zeit, um bewusst und achtsam den eigenen Fokus auszurichten: Was und von wem willst du lernen? Vielleicht helfen dir einige der oben aufgeführten Ideen und Tipps, mehr Struktur in deinen Alltag zu bringen. Nutze diese Struktur, um in dich zu investieren.

  • Kostenfreie Inhalte nutzen und teilen: Viele hochwertige Podcasts, Videos und Blogbeiträge stehen kostenfrei zur Verfügung. Auch hier gilt: Kooperativ zu leben bedeutet, auch anderen zu helfen, wertvolle Ressourcen für ihre Entwicklung kennenzulernen, um gemeinsam von dem neuen Wissen zu profitieren.
  • Finanzielles Investment: Gerade im Bereich der Online-Ressourcen, die wir leicht von zuhause nutzen können, halten sich finanzielle Investitionen in Grenzen (verglichen mit Live-Events). Plus: Sie unterstützen Trainer*innen und Coaches dabei, ihre Existenz in dieser vor allem für Selbständige schweren Zeit zu sichern.
  • Zeitliches Investment: Viel entscheidender als die finanzielle Komponente ist das zeitliche Investment. Es ist ein Geschenk, mir selbst Zeit zu schenken, Neues zu lernen: und vor allem auch neue Erfahrungen zu sammeln. Denn so wachsen und entwicklen wir uns.

Bei all den Sorgen und Ängsten, die dich zur Zeit vielleicht auch bewegen: Das Investment in dich kann ein Geschenk für Herz, Kopf und eine Zukunft sein.

Teil 2: Weitere kreative Ideen

… findest du hier im zweiten Teil dieses Beitrags.

 

🚀 In eigener Sache: Digitales Lernen in der Female Leadership Academy

In meiner Academy haben wir seit einigen Jahren ganz besondere und sehr persönliche Lernkonzepte entwickelt, die vollständig digital sind. Als Trainerin begleite ich dich über mehrere Wochen bei deiner persönlichen und beruflichen Entwicklung in meinem Female Leadership Programm. Dabei arbeiten wir an Themen der Selbstführung, Kommunikation, Organisation und New Work – in einem ganzheitlichen Konzept zur Persönlichkeitsentwicklung.

Dieser Kurs wird live von mir begleitet und hat interaktive Elemente (z.B. deine eigene Mastermindgruppe aus Frauen, mit den Kurs gemeinsam durchläufst). Deshalb kann der Kurs nur sehr selten gebucht werden: Für den nächsten Kursbeginn kannst du dich nur noch bis zum 2. April 2020 um 23.59 Uhr anmelden.

Nutze deine Chance, während dieser besonderen Zeit in dich und dein Wachstum mit einem praxiserprobten und von Absolventinnen hochgelobten Onlinekurs in deine Entwicklung zu investieren. Mehr zum Kurs, unserer digitalen Arbeit und der Female Leadership Academy erfährst du hier.

 

 

🧡 Lass uns die Zukunft der Wirtschaft gemeinsam neu denken

Bei all den Herausforderungen dieser besonderen Monate ist jetzt die Zeit, Wirtschaft und Arbeit neu zu denken.

Mit Fragen nach der Zukunft von Gesellschaft, Wirtschaft und Arbeit beschäftige ich mich auch in meinem Female Leadership Podcast und in meiner Academy.

Gemeinsam mit meinem Team möchte ich in dieser Zeit und auch darüber hinaus, Wandel gestalten und mit meiner Arbeit helfen. Wenn es etwas gibt, dass dich zur Zeit beschäftigt und bei dem wir helfen können, melde dich einfach bei uns.

 

Mehr Input zum Thema

🎧 Mehr zu diesem Thema erfährst du zum Beispiel auch in Episode 99 – Struktur trotz Corona: 9 Ideen für einen organisierteren Alltag in meinem Podcast. Du findest den Female Leadership Podcast bei Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt.

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